Torsten Schrank
Auf dem Kurfürstendamm in Berlin biegt man am Europacenter nach rechts ein und steht vor einem prunkvollen Gebäude aus der Gründerzeit. Im Innenhof erwartet mich “Torsten Schrank”:http://www.torstenschrank.com/ und führt mich in sein kleines Studio, das er sich mit zwei weiteren Character Designern teilt.
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„An dieser großen Adresse haben wir uns in den hintersten und kleinsten Winkel verzogen“, lacht er bei der Begrüßung. Auch er arbeitet im Filmgeschäft und führt ähnlich wie Gabor Steisinger ein Nomadenleben. Zumindest hat ihn seine Arbeit als Character Designer für Trickfilme von Berlin nach Valencia und von dort nach Barcelona geführt. Den ganz großen Schritt nach Sydney zu den Disney Studios hat er zu Gunsten einer Rückkehr nach Berlin ausgeschlagen.
Als Character Designer arbeitete er an Donkey Xote und hat sich seit dem auf diesen Bereich spezialisiert, nach dem er davor Lead Key Clean Up Artist bei El Cid war und eigentlich vor hatte klassischer Animator zu werden. Aber das Character Design scheint der Bereich zu sein, in dem er sich nun am wohlsten fühlt. Hier werden die Figuren geschaffen, die später die Hauptrolle in Kinofilmen spielen, in Computerspielen auftauchen oder in TV Serien und Werbespots. Wie bewegt sich die Figur, welche Stimmung strahlt sie aus?
Die ganze Wand über seinem Arbeitsplatz ist voll mit Figuren aus aktuellen Projekten und er erklärt mir wie sich eine Figur im Laufe der Pre-Production verändert. Manche Figuren werden jünger, von anderen gibt es komplett unterschiedliche Charakterentwürfe. Man muss aufpassen, dass man sich nicht zu sehr in die Figuren hineinfühlt, erklärt er mir, denn sonst wird der Arbeitsprozess mit seinen Veränderungen und Problemen in der Produktion emotional sehr belastend.